Von der Offenen Jugendarbeit zum neuen kirchlichen Angebot
KJF und das Jugendsozialwerk haben durch das Blaue Kreuz ihre geschichtlichen Wurzeln in der reformierten Kirche. KJF arbeitet mit der Offenen Jugendarbeit im Auftrag von über 40 politischen Gemeinden. In diesen Gemeinden kooperieren wir mit den Landeskirchen vor Ort, um für Kinder, Jugendliche und Familien wirkungsvolle, vor Ort verankerte Angebote zu entwickeln.
Neues kirchliches Angebot, aufgebaut auf unseren Kernkompetenzen
Durch diese Kontakte entwickelte sich ein Pilotprojekt, das ab 2021 in Zusammenarbeit mit der ref. Kirche Tenniken - Zunzgen umgesetzt wurde. Ziel war, die Kompetenzen der Offenen Jugendarbeit von KJF in der Kirche wirkungsvoll zu integrieren und weiterzuentwickeln. Seitens der Kirchgemeinde bestand die Hoffnung, den breiten Erfahrungsschatz des KJF im Umgang mit Kindern und Jugendlichen in den Aufbau und die Entwicklung einer Jugendarbeit einzubringen, die aus Angeboten und Aktivitäten sowie Entwicklungsmöglichkeiten für Jugendliche besteht.
Unsere Fachpersonen der Kirchlichen Jugendarbeit arbeiten vernetzt in den Gemeinden. Verschiedene Aktivitäten in Gemeinderäumlichkeiten (z.B. Turnhallen, Gemeindesaal) werden kombiniert mit einem attraktiven Angebot im öffentlichen Raum durch beispielsweise unsere mobilen Treffpunkte. Auch auf Social Media sind wir präsent und erreichen die Jugendlichen im digitalen Raum.
Kirchen sind gefordert, durch gesellschaftliche Entwicklungen, wie die Individualisierung, psychische Belastungen, Digitalisierung sowie Migration und Diversität ihr Profil zu schärfen und Teil der Lösungssuche zu sein. Der Mitgliederrückgang stellt auch Fragen zur Zukunft der Kirchen in einer sich verändernden Gesellschaft und zum Bedarf der Präsenz im öffentlichen Raum.
Die Prinzipien der Offenen Jugendarbeit wie Niederschwelligkeit, Freiwilligkeit, Lebensweltorientierung und Ressourcenorientierung werden bei der Kirchlichen Jugendarbeit von KJF mit folgenden Themen kombiniert:
- Werteorientierung (Menschenwürde, Partizipation, Gerechtigkeit)
- Räume für Sinnfragen, Lebensfragen und Spiritualität
- Freiwilligenkultur
- Generationenvernetzung
Vom Pilotprojekt zur neuen Dienstleistung
2024 wurde das Pilotprojekt in der ref. Kirche Tenniken - Zunzgen ausgewertet. Aufgrund der positiven Entwicklung wurde entschieden, ab 2025 ein erweitertes, unbefristetes Angebot zu lancieren. Weitere Anfragen und Aufträge aus anderen Kirchgemeinden deuten auf eine wachsende Nachfrage hin.

